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Lippische Landeszeitung, Montag, 20. November 2000 
Ein "Kikeri" für den Sieg
"Corinna Schumacher" das schnellste Huhn beim Rennen
Hauptsache schnell: "Speedy aus dem Sauerland" wurde mit gekochten Nudeln gelockt. Alexander (vorn) und Thomas Meise hatten das Rennhuhn trainiert
Foto: Schröder
Leopoldshöhe-Asemissen (gs). Scharrende Krallen, geschwollene Hahnenkämme und hier und da ein lautes "Kikeriki". Hektisch ging es gestern beim "Hühner-Grand-Prix" in der Festhalle Asemissen zu. Der Rassegeflügelzuchtverein (RGZV) Schuckenbaum veranstaltete im Rahmen seiner 40. Ortsschau dieses bundesweit erste Hühnerrennen.
Auf die Idee waren Thomas Meise und Georg Clasbrummel gekommen, als sie im Fernsehen die Werbung eines Schnapsherstellers mit einem pickenden Huhn sahen. Der spendierte auch die Party-Pakete für die Gewinner.
26 Rennhühner stellten sich dem Wettkampf. Sie mussten eine Strecke von sechs Metern durch einen Drahttunnel zurücklegen, wobei sie nur mit Zurufen oder Futter Richtung Ziellinie gelockt werden durften. Kein Gestank von Benzin oder verbranntem Gummi verbreitete sich in der Nähe der Rennstrecke. Dafür roch es dezent nach Federvieh.
Nach Vor-, Zwischen- und Halbfinalläufen und einem spannenden Rennen standen die Sieger fest: "Corinna Schumacher" (Besitzerin Nora Kohlmeier) stakste als erstes Huhn über die Ziellinie, gefolgt von Biobomber Berta (Besitzer Florian Plöger). Den dritten Platz belegte "Speedy aus dem Sauerland" (Besitzer Alexander und Thomas Meise), den vierten "Berta aus Detmold" (Besitzerin Monika Kost).
Bei der Orstschau des Rassegeflügelzuchtvereins Schuckenbaum konnten die Preisrichter sehr gute Ergebnisse verzeichnen. Bernd Plaßmann (Lemgo), Manfred Fulde (Lockhausen), Heinz Stork (Herford), Rudi Fischer (Löhne) und Karl Schnarre (Rinteln) vergaben 5-mal die Note "vorzüglich", 17-mal "hervorragend" und 16-mal "sehr gut".
35 Hühnerzüchter stellten in 30 Rassen 291 Tiere aus. Die Zahl verteilte sich auf vier Gänse, 23 Enten, 55 Hühner, 112 Zwerghühner, 87 Tauben, vier Stämme und fünf Ziergeflügel.
Die Note "vorzüglich" bekamen für ihr Federvieh Wilfried Stipp (Rouen-Enten wildfarbig), Reinhard Jaschke (Bantam schwarz), Fritz Heidsiek (Hamburger schwarz), Herbert Lütkemeier (Norwich Kröpfer), Thomas Meise (Zwerg Croad-Langschan schwarz). Reinhard Jaschke und Wilfried Stipp wurden für ihre außergewöhnlich schönen Tiere mit der Landesverbandsehrenmedaille ausgezeichnet, während Stefan Gerz den Jugendpreis des Landesverbandes in Empfang nehmen konnte. Die Ortsschau des RGZV war außergewöhnlich gut besucht. Eine Cafeteria und eine reichhaltig bestückte Tombola trugen zum guten Gelingen der zweitägigen Veranstaltung bei.
2003