|
|
| Begeisterung, Spannung und pure Freude am Federvieh |
|
Events
&
Gallotainment
|
| |
|
|
| |
| Lippische Landeszeitung, Samstag, 21. August 2004 |
| Caruso nimmt Anlauf |
| Rennhuhnmeisterschaft in der Festhalle Asemissen |
 |
Läuft wie von selbst: Hahn
Caruso hat das Prinzip verstanden. Läuft er schnurstracks
durch den Tunnel, gibts am Ende von Georg Clasbrummel
eine Nudel.
Foto: Sewing |
|
Leopoldshöhe-Asemissen (sew).
Überholen gilt nicht, und wer drängelt, der fliegt
raus - diese Regeln müssen sich vor allem die Zweibeiner
einprägen, die ihr Geflügel auf Georg Clasbrummels
Pisten schicken. Der Asemisser lädt für Sonntag, 29.
August, ab 11 Uhr zur "Offenen Deutschen Team- und Einzel-Rennhuhnmeisterschaft"
in die Festhalle ein. |
| |
| Noch ist Caruso entspannt. Lampenfieber oder
auch nur ein Hauch von Anspannung ist dem properen schwarzen
Hahn nicht anzumerken. Scharren, trinken und ein Nickerchen
- das war es. Um ein Haar hätte sich an diesem Rhythmus
auch nichts geändert, denn nach der kurzfristigen Absage
eines Hoteliers aus Bad Meinberg drohte die Meisterschaft ins
Wasser zu fallen. "Die Gemeinde hat mir aber unbürokratisch
geholfen. Jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren",
sagt Clasbrummel. |
| Was auch Carusos Trainingsplan mit einschließt.
Und so wie es aussieht, ist auch der Hahn nicht abgeneigt, eine
Punktlandung auf dem Podest hinzulegen. Als der Asemisser mit
der Nudel winkt, sprintet Caruso jedenfalls gen Ausgang. So
sieht es Clasbrummel gern, schließlich bestätigt
das Verhalten, dass das Geflügel auch ohne Geschrei und
Gefuchtel flott vorankommt. Beides müssen sich die "Herrchen"
ohnehin verkneifen, denn die Regeln für die Meisterschaft
sind eindeutig: Ausschließlich mit nahrhaften Lockmitteln
dürfen die Tiere überzeugt werden. |
| Der Asemisser, der bislang sechs Qualifikationsrennen
organisiert hat, hat auch schon andere Erfahrungen gemacht.
"Es gibt einige, die hektisch werden. Das bringt aber nichts."
Wer die Ruhe bewahrt, den Kontakt zu den Tieren sucht und mit
Geduld wirbt, hat nach Clasbrummels Erfahrung auch selber Spaß.
Die Regeln decken sich außerdem mit den Auflagen, die
auch der Tierschutz diktiert. In Thüringen gab es vor dem
Qualifikationsrennen erst einmal eine Diskussion. "Die
hatten Sorge, dass die Hühner kollabieren, wenn die Zuschauer
applaudieren", sagt Clasbrummel. Erst nachdem ein Veterinär
die Stabilität des Hühner-Nervenkostüms getestet
hatte, gingen die Federflitzer an den Start. In Asemissen wird
ebenfalls kontrolliert, was der Asemisser ausdrücklich
begrüßt. |
| |
Im Programm wird er zum ersten Mal auch die Teamleistung
honorieren. Auf zwei sechs Meter langen Bahnen treten jeweils
drei Hühner samt "Manager" gegeneinander an.
Nacheinander müssen die Tiere ins Ziel gelockt werden.
Wer umkehrt, aufläuft oder schläft, wird disqualifiziert.
"Da muss genau abgesprochen werden, in welcher Reihenfolge
die Tiere losrennen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet
eben, bis das erste Tier im Ziel ist", sagt Clasbrummel.
Klar, dass eine andere Taktik für die Zuschauer lustiger
ist. Wer die flottesten Schenkel hat, steht gegen 17.30 Uhr
fest. Außerdem werden in einer kleinen Schau Hühnerrassen
vorgestellt. Der Eintritt kostet drei Euro. Weitere Teams können
sich bis Mittwoch, 25. August, bei Georg Clasbrummel anmelden,
(0 52 02) 88 46 84, Fax (0 52 02) 88 44 30. Informationen gibt
es unter:
www.rennhuhn.de |
|
|